Neil Young erklärt „Digger“ zum besten Film aller Zeiten
Rocklegende Neil Young erklärt Alejandro González Iñárritus Film „Digger“ mit Tom Cruise zum besten Film, den er je gesehen hat. Trotz Flop und vernichtender Kritiken fordert er Fans auf, das Werk mit offenem Geist zu betrachten.

Foto: Tore Sætre, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Zugeschnitten und einfarbig gedruckt.
Neil Young, der legendäre Singer-Songwriter und Rock & Roll Hall of Famer, hat Digger – Alejandro González Iñárritus neuesten Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle – zum besten Film erklärt, den er je gesehen hat. In einem leidenschaftlichen Beitrag auf seiner Website Neil Young Archives lobt der Musiker das Werk als mutige, künstlerisch anspruchsvolle Reflexion unserer politischen und sozialen Gegenwart. Er ruft das Publikum dazu auf, über die kommerziellen Misserfolge und die harsche Kritik hinwegzusehen.
Digger, eine schwarze Komödie und apokalyptische Satire, zeigt Cruise als alternden, ultrareichen Öl-Tycoon, der sich durch eine Welt des Überflusses und der ökologischen Zerstörung bewegt. Seit seinem Kinostart Anfang Oktober 2026 hat sich der Film zu einem der polarisierendsten und finanziell desaströsesten Werke des Jahres entwickelt: Bei einem Budget von geschätzten 180 Millionen Dollar spielte er weltweit nur 38 Millionen ein. Trotz dieses Flops formiert sich jedoch eine kleine, aber lautstarke Fangemeinde, die das künstlerische Potenzial des Films verteidigt – allen voran Neil Young.
Warum Neil Young „Digger“ liebt
Youngs Lob ist unumwunden überschwänglich. In seinem Beitrag weist er die Mainstream-Kritik als unzureichend zurück und argumentiert, dass die Rezensenten die tiefere Botschaft des Films verfehlt hätten. „Dieser Film lebt in einer eigenen künstlerischen Welt“, schrieb er. „Er ist seine eigene beste Rezension.“ Für ihn ist Digger kein typischer Tom-Cruise-Film, sondern ein „Film unserer Zeit“, der durch seine unkonventionelle Erzählweise und radikalen Stimmungswechsel die Spannungen unserer Gegenwart einfängt.
Für Young verkörpert Digger Kunst statt Unterhaltung. „Die Dinge, die in ‚Digger‘ gesagt werden, sind eine direkte Reflexion unserer politischen und sozialen Welt“, erklärt er. „Der Film ist so voller künstlerischer Ausdruckskraft und radikaler Brüche, dass er für diejenigen, die an konventionelle Filme gewöhnt sind, möglicherweise zu viel ist.“ Sein Rat an potenzielle Zuschauer: Mit offenem Geist herangehen, selbst wenn der Film zunächst verwirrend oder abstoßend wirkt.
Ein Film, der Kritiker und Publikum spaltet
Die Reaktionen auf Digger könnten kaum unterschiedlicher sein. Auf Rotten Tomatoes hält der Film gerade einmal 53 % bei den Kritikern, viele werfen ihm eine sprunghafte Handlung und tonale Überforderung vor. Noch dramatischer fällt die Bilanz an der Kinokasse aus: Nach einem schwachen Startwochenende mit nur 20 Millionen Dollar wurde der Film in vielen Kinos – darunter auch IMAX-Säle – aus dem Programm genommen und durch Christopher Nolans The Odyssey ersetzt. Branchenanalysten prognostizieren Warner Bros. nun einen Verlust von rund 245 Millionen Dollar – einer der größten Flops der letzten Jahre.
Doch es gibt auch unerwartete Fürsprecher. Neben Young haben sich Prominente wie Jane Fonda, Guillermo del Toro und Anne Hathaway öffentlich für Digger ausgesprochen. Selbst New York Times-Kritiker Jayson Greene bezeichnete ihn in einem Meinungsbeitrag als „geheimes Meisterwerk“. Diese Stimmen unterstreichen eine wachsende Gegenbewegung: Vielleicht scheitert Digger gerade deshalb, weil Publikum und Kritik nicht bereit sind für seinen ambitionierten, unkonventionellen Ansatz.
Was man von „Digger“ erwarten kann
Für alle, die sich trauen, das Werk zu entdecken, bietet Digger: - Ein Star-Ensemble: Tom Cruise in einer transformativen Rolle, unterstützt von Anne Hathaway, Mandy Patinkin und Guillermo del Toro. - Eine genreübergreifende Erzählung: Der Film mischt schwarze Komödie und ökologische Satire und verbindet Absurdität mit scharfer Gesellschaftskritik. - Ein polarisierendes Erlebnis: Youngs eigene Worte fassen die Herausforderung zusammen: „Bleib dran, auch wenn du sicher bist, dass es nichts taugt. Bleib. Lass dich nicht von seinem Ansatz verwirren.“
Aktuell läuft Digger noch in ausgewählten Kinos (Stand Mitte Oktober 2026), auch wenn sich die Kinolaufzeit dem Ende zuneigt. Ob der Film ein zweites Leben auf Streaming-Plattformen oder als Kultfilm findet, bleibt abzuwarten. Doch für den Moment hat er zumindest einen legendären Unterstützer: Neil Young.
Das große Ganze
Youngs Verteidigung von Digger geht über den Film selbst hinaus – sie ist eine Hommage an die Rolle der Kunst als Herausforderung für das Publikum. Als Musiker, der seit Jahrzehnten Grenzen sprengt – von seinen Anfängen mit Buffalo Springfield bis zu experimentellen Alben wie Trans –, hat Young nie Projekte gescheut, die Erwartungen infrage stellen. Seine Unterstützung für Digger spiegelt die Überzeugung wider, dass Kino eine Plattform für Provokation und Reflexion sein muss, selbst wenn es das Risiko eingeht, das Mainstream-Publikum zu verprellen.
Für Fans von Young oder Iñárritu könnte Digger ein lohnendes – wenn auch herausforderndes – Erlebnis sein. Wie der Rockstar es ausdrückt: „Du musst offen bleiben und ihn dir ansehen.“
Was Fans wissen wollen
- Worum geht es in „Digger“?
- „Digger“ ist eine schwarze Komödie und apokalyptische Satire von Alejandro González Iñárritu mit Tom Cruise als alterndem, ultrareichem Öl-Tycoon. Der Film verbindet Absurdität mit scharfer Gesellschaftskritik und reflektiert politische sowie ökologische Themen unserer Zeit.
- Warum hält Neil Young „Digger“ für den besten Film aller Zeiten?
- Neil Young schätzt „Digger“ wegen seiner künstlerischen Ausdruckskraft und seiner mutigen Reflexion unserer politischen und sozialen Gegenwart. Er sieht den Film als „Film unserer Zeit“, der konventionelle Erzählweisen infrage stellt und tiefere Botschaften transportiert – eine Sicht, die er in der Mainstream-Kritik vermisst.
- Läuft „Digger“ noch im Kino?
- Stand Mitte Oktober 2026 wird „Digger“ noch in ausgewählten Kinos gezeigt, allerdings mit stark reduziertem Programm. Für aktuelle Spielpläne lohnt sich ein Blick in die lokalen Kinoprogramme.
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