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Ed Sheeran Tour: Aaron Rowe verteidigt Sänger nach Macklemore-Rauswurf

Aaron Rowe, ehemaliger Support-Act von Ed Sheeran, stellt sich hinter den Sänger nach dem Rauswurf von Macklemore. Er lenkt den Fokus auf Robert Krafts Einfluss und die Unterdrückung pro-palästinensischer Stimmen.

Ed Sheeran

Foto: Harald Krichel, CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Zugeschnitten und einfarbig gedruckt.

Die Ed Sheeran Loop Tour hat sich zu einem Zankapfel der Musikbranche entwickelt, nachdem Support-Act Macklemore nach politischen Äußerungen zu Gaza von der Tournee genommen wurde. Nun meldet sich mit Aaron Rowe, einem ehemaligen Vorgruppen-Musiker, eine Stimme zu Wort, die Sheeran in Schutz nimmt – und gleichzeitig scharfe Kritik an New England Patriots-Besitzer Robert Kraft übt. Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen über künstlerische Freiheit, wirtschaftliche Interessen und geopolitisches Engagement in der Live-Musik auf.

Der Auslöser: Macklemores Rauswurf und die Reaktionen der Künstler

Alles begann, als Macklemore während Sheerans Shows am 4. und 5. September im MetLife Stadium (New Jersey) seinen Protestsong Hind’s Hall spielte – ein Lied, das sich mit dem Krieg Israels in Gaza auseinandersetzt. Kurz darauf wurde der Rapper von den verbleibenden acht Tourdaten gestrichen. Der Promoter Messina Touring Group begründete dies mit Druck von Seiten der Veranstaltungsorte, darunter das Gillette Stadium (im Besitz von Krafts Unternehmen), das angeblich mit Absagen drohte, falls Macklemore im Line-up verbliebe.

Sheeran distanzierte sich öffentlich von der Entscheidung und betonte, sie sei vom Promoter und nicht von seinem Team getroffen worden. Dennoch löste der Schritt eine Welle der Empörung aus. Mehrere Künstler wie Rowe, Lukas Graham und FINNEAS zogen sich aus ihren Support-Slots zurück, während die irische Band Beoga sogar Sheerans Live-Band verließ. Rowe ging in seiner Kritik noch einen Schritt weiter und deutete an, dass Milliardäre wie Kraft gezielt Künstler unter Druck setzen, die sich für palästinensische Rechte einsetzen.

Rowes Verteidigung Sheerans und Angriff auf Kraft

In einem Instagram-Video vom 18. September erklärte Rowe, die öffentliche Empörung sei fehlgeleitet. „Ich glaube, ihr richtet eure Wut auf die falsche Person“, so Rowe und forderte stattdessen eine Auseinandersetzung mit Kraft und den von ihm beschuldigten „zionistischen Lobbygruppen“. Zwar räumte er ein, Sheerans erste Stellungnahme sei „deutlich besser hätte sein können“, doch er zeigte sich überzeugt, dass der Sänger die Entscheidung mittlerweile als Fehler erkenne. „Ich bin fest davon überzeugt, dass er weiß, dass das ein Fehler war“, sagte Rowe und betonte, dass die ursprüngliche Tourbesetzung – darunter auch er selbst – die Rechte der Palästinenser unterstütze.

Rowe richtete seinen Zorn auch gegen Regierungen, Medien und die Musikindustrie, die seiner Meinung nach trotz ihrer Einflussmöglichkeiten zu Gaza schweigen. Er rief Fans dazu auf, ihren Fokus auf Kraft zu lenken, den er als Gegner der Meinungsfreiheit darstellte. Der Patriots-Besitzer reagierte auf Macklemores Herausforderung, eine Million Dollar an palästinensische Hilfsorganisationen zu spenden, mit einem eigenen Versprechen über zwei Millionen Dollar – allerdings als Gegenleistung zu einer separaten Zusage Sheerans.

Die Tour geht weiter – doch die Debatte bleibt

Sheerans Loop Tour soll am 21. September im Lincoln Financial Field in Philadelphia fortgesetzt werden, allerdings ohne bestätigte Vorgruppen. Der Vorfall hat eine breite Diskussion über die Rolle von Politik in der Musik, die Macht von Veranstaltungsbesitzern und die Grenzen künstlerischer Solidarität angestoßen. Für Fans stellen sich dabei ganz praktische Fragen: Drohen ähnliche Konflikte bei zukünftigen Tourdaten? Wie werden Künstler in Zukunft mit geopolitischen Statements auf der Bühne umgehen?

Die Kontroverse offenbart zudem die finanziellen Risiken der Live-Musikbranche. Macklemores Rauswurf und die darauffolgenden Künstler-Absagen haben eine hochkarätige Tournee durcheinandergebracht, während Krafts Spendenangebot – so großzügig es auch sein mag – die Kritik an seiner mutmaßlichen Rolle bei der Unterdrückung pro-palästinensischer Stimmen kaum besänftigen konnte. Mit dem Fortgang der Tour bleibt abzuwarten, ob dieser Konflikt zu einem Umdenken in der Branche führt – oder ob er ein isoliertes Einzelereignis bleibt.

Was bedeutet das für Fans und Künstler?

Für Konzertbesucher ändert sich zunächst wenig: Sheerans Auftritte finden wie geplant statt, allerdings ohne die ursprünglich vorgesehenen Vorgruppen. Dennoch ist der Vorfall eine Erinnerung daran, wie komplex die Organisation von Live-Events sein kann – wo wirtschaftliche Interessen, politische Statements und künstlerische Autonomie oft aufeinandertreffen. Wer die nächsten Shows besucht, könnte sich fragen, ob ähnliche Konflikte auch an anderen Orten oder bei anderen Tourneen auftauchen werden.

Für Künstler wird der Fall zu einer Warnung: Wer sich politisch engagiert, riskiert berufliche Konsequenzen. Während einige wie Rowe und Macklemore zu ihrer Haltung stehen, könnten andere künftig zögern, sich öffentlich zu äußern – aus Angst vor beruflichen Nachteilen. Wie die Musikbranche mit solchen Kontroversen umgeht, wird ihr Image als Raum für freie Meinungsäußerung in den kommenden Jahren prägen.

Was Fans wissen wollen

Warum wurde Macklemore von Ed Sheerans Loop Tour entfernt?
Macklemore wurde nach seinem Auftritt mit dem Protestsong *Hind’s Hall* zu Gaza von den verbleibenden acht Tourdaten gestrichen. Der Promoter Messina Touring Group begründete dies mit Druck von Veranstaltungsorten wie dem Gillette Stadium (im Besitz von Robert Kraft), die mit Absagen drohten, falls Macklemore im Line-up verbliebe.
Was sagte Aaron Rowe über Ed Sheeran und Robert Kraft?
Rowe verteidigte Sheeran und argumentierte, die Kritik an ihm sei fehlgeleitet. Stattdessen forderte er eine Auseinandersetzung mit Kraft und den von ihm beschuldigten „zionistischen Lobbygruppen“, die seiner Meinung nach pro-palästinensische Stimmen unterdrücken. Er betonte, Sheeran erkenne die Entscheidung mittlerweile als Fehler an.
Sind noch andere Künstler auf Ed Sheerans Loop Tour dabei?
Nein. Nach Macklemores Rauswurf zogen sich mehrere Künstler wie Aaron Rowe, Lukas Graham und FINNEAS von ihren Support-Slots zurück. Auch die irische Band Beoga verließ Sheerans Live-Band. Für die kommenden Termine sind derzeit keine Vorgruppen bestätigt.

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