MAGA-Fest mit Kid Rock abgesagt – nur sechs VIP-Tickets verkauft
Das Patriots Day Freedom Fest in Kentucky, bei dem Kid Rock als Redner auftreten sollte, wurde kurz vor Beginn abgesagt – nur sechs der teuren VIP-Tickets fanden Käufer. Organisator Eric Deters macht wohlhabende Bekannte für das Debakel verantwortlich.

Foto: Cpl. William Howard, Combat Aviation Brigade, 1st Infantry Division, Public domain, über Wikimedia Commons. Zugeschnitten und einfarbig gedruckt.
Das Patriots Day Freedom Fest, ein politisch rechtsgerichtetes Event mit Kid Rock als Redner, ist nur wenige Tage vor seinem geplanten Start abgesagt worden. Das für den 26. September 2026 in Morning View, Kentucky, geplante Festival scheiterte, nachdem nur sechs der 1.000-Dollar-VIP-Tickets verkauft wurden – eine zentrale Einnahmequelle für Organisator Eric Deters.
Deters, ein politischer Influencer und selbsternannter MAGA-Unterstützer, verkündete die Absage am 21. September 2026 in einem Video. Er räumte ein, dass das Geschäftsmodell des Festivals stark von den VIP-Verkäufen abhing: Der Eintritt sollte generell kostenlos sein, doch die Finanzierung sollte über 100 VIP-Tickets zu je 1.000 Dollar laufen. Diese sollten an wohlhabende Bekannte gehen, denen Deters in der Vergangenheit angeblich Gefallen getan hatte. Stattdessen wurden nur sechs Tickets gekauft – das Ende des Festivals war damit besiegelt.
Redner statt Musiker
Anders als bei klassischen Musikfestivals stand beim Patriots Day Freedom Fest keine Live-Musik im Mittelpunkt. Kid Rock, der prominenteste Name des Line-ups, sollte nicht auftreten, sondern eine Rede halten. Weitere geplante Redner waren: - Dog the Bounty Hunter (Reality-TV-Persönlichkeit) - James Comer (US-Kongressabgeordneter) - Joe Concha (Fox-News-Mitarbeiter) - Lucretia Hughes (Moderatorin bei Real News Faith)
Als Hauptattraktion war ein Feuerwerk um 19 Uhr vorgesehen. In früheren Jahren waren mitunter prominentere MAGA-Unterstützer wie Donald Trump Jr. oder Candace Owens aufgetreten, doch das diesjährige Line-up fiel deutlich schlanker aus.
Organisator wirft reichen Bekannten Versagen vor
In seinem Absage-Video ließ Deters kein gutes Haar an den wohlhabenden Personen, von denen er sich Unterstützung erhofft hatte. Er kritisierte scharf, dass viele seine Anfragen ignoriert oder mit Ausreden wie "Ich bin nicht in der Stadt" abgespeist hätten. "Ich mache unzählige Gefallen für diese Leute", empörte er sich. "Und dann werde ich ignoriert!"
Zugleich übte er grundsätzliche Kritik an Reichen, denen er vorwarf, nur noch mehr Geld anhäufen zu wollen und sich nicht für eine Sache zu engagieren. Ironischerweise räumte er ein, selbst vermögend zu sein, betonte aber, dass ihm andere Werte wichtiger seien. "Ich bin nicht so einer, denn ich weiß: Geld ist nicht das, was wirklich zählt", sagte er. "Es geht um den Kampf, die Sache, darum, Menschen zu helfen."
Ein Festival auf wackeligen Beinen
Das ungewöhnliche Ticketmodell des Patriots Day Freedom Fest – kostenloser Eintritt bei extrem hohen VIP-Preisen – erwies sich als sein Untergang. Ohne die erhofften VIP-Verkäufe fehlte dem Event die finanzielle Basis. Deters machte klar, dass er niemals wieder ein solches Festival veranstalten werde: „Ich werde dieses Event nie wieder, nie wieder, nie wieder, nie wieder machen.“
Zum Zeitpunkt der Absage hatten weder Kid Rock noch die anderen geplanten Redner öffentlich Stellung zu dem Debakel bezogen. Für Fans, die Kid Rock live erleben wollten, bleibt damit die Erinnerung an ein politisch aufgeladenes Event mit fragwürdigem Geschäftsmodell.
Was Fans wissen wollen
- Warum wurde das Patriots Day Freedom Fest abgesagt?
- Das Festival wurde abgesagt, weil nur sechs der geplanten 100 VIP-Tickets zu je 1.000 Dollar verkauft wurden. Organisator Eric Deters hatte auf diese Einnahmen gesetzt, um das Event zu finanzieren.
- Sollte Kid Rock beim MAGA-Festival auftreten oder nur reden?
- Kid Rock war als Redner vorgesehen, nicht als Musiker. Es handelte sich also nicht um ein klassisches Konzert, sondern um eine politische Veranstaltung.
- Wer sollte neben Kid Rock noch beim abgesagten Festival auftreten?
- Geplant waren unter anderem Dog the Bounty Hunter, der US-Kongressabgeordnete James Comer, Fox-News-Mitarbeiter Joe Concha sowie die Moderatorin Lucretia Hughes.
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